Am 30. August 1893 berichtete der „Bayerische Kurier“ über die Grotte im Kurgarten folgendes: „Sie steigen eine Treppe hinunter und befinden sich in einem langen Tunnel, oder besser Bergwerksschacht, durch welchen sich ein doppeltes Schienengleise hinzieht. Ein freundlicher Kondukteur ladet Sie ein, in einen der bereitstehenden vogelkäfigartigen Schienenwagen einzusteigen und in sausendem Flug gehts hinunter in die Unterwelt“. In der Grotte befand sich die schlafende Figur des Kaisers Karl des Großen, der von Zwergen bewacht wurde. Inmitten eines Felsenkessels war ein Wasserfall; überall sprühten rote, blaue und gelbe elektrische Lichter in die Kabinetts mit Spiegelwänden. Die tropfsteinhöhlige Grotte war nicht nur eine Attraktion, sondern wurde auch als Weinstube mit Schrammelmusik genutzt. Die Wagen dieser ersten Münchner „Untergrundbahn“ schoben Nymphenburger Buben wieder zurück zum Einstieg.
Bereits damals befanden sich im vierstöckigen Prachtbau mit den zinnbewährten Ecktürmen, der sich im Ostteil der Anlage (De-la-Paz Straße) befand, die Gaststättenräume mit ausgemalten Fresken.

2016-06-16T16:34:28+00:00