Gelebte Historie 2018-02-15T10:37:17+00:00

Die Geschichte

des Wirtshaus Kurgarten

September 2014

September 2014

Im September 2014 feierte das Wirtshaus Kurgarten mit seinem Pächter Hermann Kühl und zahlreichen Freunden und Gästen  sein 10-jähriges Jubiläum.

September 2004

Im Jahre 2004

Am 1. September 2004 übernahm Hermann Kühl, Wirt und Küchenchef, die Leitung des Wirtshaus Kurgarten, das nach der Umgestaltung zu einem Juwel der Augustiner Brauerei wurde.

August 1966

Seit 1966

Als am 1. August 1966 Konrad Stocker den Kurgarten übernahm und daraus das Wirtshaus Kurgarten machte, hat er mit der Einführung des „Reiwaessen“ (Räuberessen) einen Hauch von Erlebnisgastronomie in sein Wirtshaus gebracht – und damit die Tradition des einstigen Etablissements Kurgarten wieder etwas aufleben lassen.

Januar 1915

1915 Wechselvolle Jahre

Es folgten wechselvolle Jahre, in denen die Räume teilweise zweckentfremdet wurden. Seit Januar 1915 wurden in die riesigen Räume des Kurgarten Soldaten einquartiert, der Saal wurde als Pferdestall benutzt. Die Räumlichkeiten dienten Gesangsvereinen als Proberäume, sie waren Lager und Werkstätten eines Wachsmodelleurs und Parteilokal. Im 2. Weltkrieg wurde der Kurgarten zu rund 80% zerstört. Nur die nordöstliche Ecke mit dem Restaurant blieb als Gaststätte erhalten.

Januar 1904

Neue Ausflugsziele

Mit der Ausdehnung der Vorortverbindungen zogen die Münchner die ferneren Ziele dem nun nahen Nymphenburg vor. Die Grotte (sie wird 1906 letztmals erwähnt) verfiel, Besitzer und Pächter wechselten ständig.

Dezember 1898

Sylvesterfeier 1898

Bei der Sylvesterfeier 1898 feierten die Nymphenburger im „Etablissement Kurgarten“ den offiziellen Abschied als selbständige Gemeinde und um Mitternacht die Eingemeindung nach München. Die „Nymphe“ wurde hinaus getragen und das „Münchner Kindl“ kam herein.

August 1893

Der „Bayerische Kurier“ berichtet

Am 30. August 1893 berichtete der „Bayerische Kurier“ über die Grotte im Kurgarten folgendes: „Sie steigen eine Treppe hinunter und befinden sich in einem langen Tunnel, oder besser Bergwerksschacht, durch welchen sich ein doppeltes Schienengleise hinzieht. Ein freundlicher Kondukteur ladet Sie ein, in einen der bereitstehenden vogelkäfigartigen Schienenwagen einzusteigen und in sausendem Flug gehts hinunter in die Unterwelt“. In der Grotte befand sich die schlafende Figur des Kaisers Karl des Großen, der von Zwergen bewacht wurde. Inmitten eines Felsenkessels war ein Wasserfall; überall sprühten rote, blaue und gelbe elektrische Lichter in die Kabinetts mit Spiegelwänden. Die tropfsteinhöhlige Grotte war nicht nur eine Attraktion, sondern wurde auch als Weinstube mit Schrammelmusik genutzt. Die Wagen dieser ersten Münchner „Untergrundbahn“ schoben Nymphenburger Buben wieder zurück zum Einstieg. Bereits damals befanden sich im vierstöckigen Prachtbau mit den zinnbewährten Ecktürmen, der sich im Ostteil der Anlage (De-la-Paz Straße) befand, die Gaststättenräume mit ausgemalten Fresken.

Mai 1893

Der Curgarten mit damaligem Highlight: Münchens erster „U-Bahn“

Früher fuhren die Münchner mit der Pferdedroschke hinaus ins königliche Dorf Nymphenburg und später mit der Dampftrambahn. Am 22.05.1893 eröffnete der Ofen- und Herdfabrikant Ludwig Hippmann den „Curgarten Nymphenburg“ mit Kurbadeanstalt und Restaurationsbetrieb. Für die hochgeschätzten Gäste schuf er Ensembles für Komiker, Sänger, Tanzkünstler, Possen-, Gesangs-,und Humoristengesellschaften. Es gab auch pyrotechnische „Monster-Feuerwerke.“ Im Innenhof gab es einen Biergarten für 5000 Personen, einen Musikpavillon, einen künstlichen Teich sowie einen mit Statuen umrahmten Springbrunnen. Zusätzlich konnten sich die Gäste an Schießbuden, Schaukeln, einem Karussell sowie Tänzern und Sängern erfreuen. Glanzpunkt der Anlage war die künstliche Grotte.